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Wie Steuerkanzleien einen DeinHans-Buchungsvorschlag prüfen

Belegorientierter Kanzleiablauf für Buchungsvorschläge mit klarer Trennung von Vorbereitung, Buchung und fachlicher Freigabe.

Kurzfassung

Dieser Artikel ist für Steuerkanzleien, die aus Mandantennachweisen vorbereitete Arbeit prüfen. Ein DeinHans-Buchungsvorschlag ist das Übergabeobjekt, das Quelldokument oder Einnahmefall, relevante Mandantenantworten, vorgeschlagene ausgeglichene Wirkungen und sichtbare Prüfgründe verbindet. Er ist weder gebuchter Buchungssatz noch Beweis für die fachlich richtige Kontierung oder Steuerbehandlung. Der Nutzen liegt darin, dass Routinevorbereitung und Ausnahmen gemeinsam ankommen: Die Kanzlei kann mit sichtbarem Nachweis genehmigen, ändern oder zurückgeben, statt den Fall aus Ordnern und Kontoauszügen neu aufzubauen.

Autor
DeinHans Team
DeinHans Redaktion
Geprüft und freigegeben von
DeinHans Team
Redaktionell geprüft und zur Veröffentlichung freigegeben
Aktualisiert
21. Juli 2026
Veröffentlicht: 22. Juli 2026
4 Min. Lesezeit
Ablauf
21. Juli 2026
Inhaltsverzeichnis öffnen

Das Wichtigste

  • Prüfe Geschäftsvorfall und Quelle vor den vorgeschlagenen Buchungszeilen.
  • Ein ausgeglichener Vorschlag kann fachlich trotzdem falsch oder unvollständig sein.
  • Mandantenantworten liefern Fakten; sie ersetzen keine buchhalterische Beurteilung.
  • DeinHans bereitet Vorschlag und Prüfkontext vor, bucht oder genehmigt aber nicht stillschweigend.
  • Entscheidung und Änderung des Prüfers müssen mit dem Fall verbunden bleiben.

Was bei der Prüfung ankommen sollte

Ein brauchbarer Vorschlag beantwortet:

  • Was ist im Unternehmen passiert?
  • Welche Originalquelle belegt es?
  • Welche Beträge, Daten, Geschäftspartner, Währungen und Zahlungen sind relevant?
  • Welche Fakten stammen vom Mandanten?
  • Welche Wirkung wird vorgeschlagen?
  • Warum ist der Fall routinemäßig, auffällig oder blockiert?
  • Welche Aktion kann ich ausführen, und was bedeutet sie?

Interne Modellwerte oder verborgene Regeln ersetzen diese Erklärung nicht. Der Prüfer braucht Fakten, Nachweise, vorgeschlagene Wirkungen und den Grund für fachliche Aufmerksamkeit.

Eine sinnvolle Prüfreihenfolge

1. Geschäftsvorfall bestätigen

Beginne mit Beleg, Umsatznachweis, Auszahlungskomponente, Vertragsrate oder anderer Quelle. Prüfe rechtlichen Geschäftspartner, Betrag, Währung, relevante Daten und Geschäftszweck. Ist der Fall selbst unklar, ist die Zeilenprüfung verfrüht.

2. Mandantenfakten prüfen

Der Mandant kann bestätigen, dass ein Einkauf für einen Kundenworkshop erfolgte, zwei ähnlich benannte Lieferanten rechtlich verschieden sind oder eine Plattformzeile eine Reserve darstellt. Das sind Geschäftsfakten. Er sollte nicht zur Auswahl eines formalen Kontos oder zur schwierigen Umsatzsteuerentscheidung aufgefordert werden.

3. Vorgeschlagene Wirkung prüfen

Prüfe, ob der Vorschlag ausgeglichen, von der Quelle getragen und mit dem gültigen Buchhaltungsrahmen vereinbar ist. Dazu gehören Geschäftspartner, Periode, Kontenwirkung, Steuerbehandlung, Belegverbindung und gegebenenfalls Zahlung oder offener Posten.

4. Ausnahme direkt daneben lesen

Ein Vorschlag kann sichtbar sein, obwohl eine Prüfung fehlgeschlagen ist oder fachliche Beurteilung nötig bleibt. Das ist besser als ein still fehlendes Ergebnis, wenn der Grund verständlich ist. „Widersprüchliche Angaben zum Auslandsanbieter“ hilft; „geringe Sicherheit“ allein nicht.

5. Bewusst freigeben, ändern oder zurückgeben

Freigabe bedeutet, dass der befugte Prüfer das Ergebnis im tatsächlichen Arbeitsablauf akzeptiert. Eine Änderung erhält Grund und Verlauf. Eine Rückgabe erzeugt eine begrenzte nächste Frage statt der pauschalen Bitte um „mehr Informationen“.

Synthetisches Beispiel: gleiche Firma, andere Leistung

Die fiktive „Morgenrot Software GmbH“ berechnet gewöhnlich 119,00 € monatlich für Softwarenutzung. Im Juni stellt sie 1.190,00 € für einen Workshop vor Ort in Rechnung.

PrüfelementNachweis
LieferantDerselbe rechtliche Anbieter wie bei den Softwarebelegen
QuelleOriginalrechnung beschreibt Workshop, Datum und Teilnehmende
MandantenantwortWorkshop diente dem Kundenservice-Team betrieblich
ZahlungBankbelastung über 1.190,00 € nach dem Workshop
Vorbereiteter VorschlagAusgeglichene Arbeitszeilen anhand Beleg und eingerichteten Buchhaltungskontexts
PrüfsignalWiederkehrendes Lieferantenmuster passt nicht zur aktuellen Leistung und Höhe

Der falsche Kurzschluss wäre: gleicher Lieferant, also gleiche Behandlung wie die 119,00-€-Softwarebelege. Die Prüfung folgt dem aktuellen Beleg und den Geschäftsfakten. DeinHans kann Quelle vorbereiten, Abweichung sichtbar machen, Zahlung verbinden und Vorschlag darstellen. Konto und Steuerbehandlung entscheidet die Steuerkanzlei.

Zweites Beispiel: eine Auszahlung, mehrere Vorschläge

Eine erkannte Plattformabrechnung enthält Umsätze, Anbietergebühren, Erstattung und Reservebewegung. Der Bankeingang ist nur die Auszahlungs-Kontrolle. Das Prüfmaterial muss die getrennten Bestandteile mit ihrem Quellenbezug erhalten.

Die Kanzlei prüft, ob:

  • die Bestandteile die Auszahlung ergeben;
  • die Auszahlung zur Bankbewegung passt;
  • eine Erstattung nicht im Umsatznachweis und zusätzlich als fremder Aufwand erscheint;
  • eine frühere Reservefreigabe keinen zweiten Umsatz erzeugt;
  • Gebührennachweise und fachliche Steuerfragen sichtbar sind.

Ein einziger Vorschlag über die Nettoauszahlung würde genau die benötigten Informationen entfernen.

Was DeinHans tatsächlich vorbereitet

Sind blockierende Sachfragen beantwortet, kann DeinHans einen Buchungsvorschlag mit prüfbaren Zeilen vorbereiten und zur Kanzleiprüfung weiterleiten. Fehler- oder Prüfgründe bleiben sichtbar, statt dass der Prüfer aus einem fehlenden Ergebnis die Ursache erraten muss. Vorschläge können im Kanzleiworkflow geprüft, geändert oder freigegeben werden.

Die Grenzen sind wesentlich:

  • Ein Vorschlag ist keine Buchung.
  • Eine automatische Integritätsprüfung beweist keine fachliche Richtigkeit.
  • Eine Mandantenantwort ist keine Steuerentscheidung.
  • Ein sichtbarer Bereitschaftsstatus ist keine Einreichung.
  • Private Zuordnungen, Regelmechanik, Prompts, Schwellenwerte oder interne Prüftechnik werden nicht veröffentlicht.
  • DATEV-Import und nachgelagerte Buchung sind eigene Kontrollen und werden hier nicht garantiert.

Klare Verantwortung

RolleAufgabe
UnternehmenLiefert Originalnachweis und erklärt die wirtschaftlichen Fakten
DeinHansBereitet Quellenfakten, Fragen, ausgeglichenes Vorschlagsmaterial, Zahlungskontext und Prüfgründe vor
BuchhaltungPrüft Vollständigkeit, fordert fehlende Quellen nach und validiert, dass der dargestellte Fall tatsächlich stattgefunden hat
SteuerkanzleiPrüft Kontierung und Steuerbehandlung, ändert oder genehmigt den Vorschlag und führt befugte Folgeaktionen aus

Checkliste für Prüfer

  • Originalquelle und Geschäftsvorfall sind erkennbar.
  • Geschäftspartner, Betrag, Währung und relevante Daten stimmen zum Nachweis.
  • Mandantenantworten benennen Fakten und tarnen keine Fachentscheidungen.
  • Vorgeschlagene Zeilen sind ausgeglichen und verständlich.
  • Zahlung, offener Posten, Auszahlung oder Vertrag sind bei Bedarf verbunden.
  • Ausnahmen erklären das Problem in Klartext.
  • Vorperiodensaldo, Erstattung oder Zahlung erzeugen denselben Erfolg nicht doppelt.
  • Jede Änderung erhält Grund und Prüferaktion.
  • Nur eine befugte Fachrolle gibt frei.

Die entscheidende Verbesserung ist nicht mehr Automatisierung am letzten Klick. Es ist ein besseres Prüfobjekt: Quelle, Fakten, vorgeschlagene Wirkung, Ausnahme und menschliche Entscheidung bleiben zusammen.

Quellen

Die Quellen wurden am 21. Juli 2026 geprüft. Dieser Artikel dient der Orientierung und ersetzt keine steuerliche, rechtliche oder buchhalterische Beratung.

  1. DATEV Developer Portal – Formatbeschreibung Buchungsstapel
  2. § 238 Handelsgesetzbuch – Buchführungspflicht

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