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Das Wichtigste
- Trenne Fakten, Vorbereitung, fachliche Prüfung, Freigabe und Einreichung.
- Frage das Unternehmen nach Geschäftsfakten, nicht nach Konten oder Steuerentscheidungen.
- Behandle einen Vorschlag als Prüfmaterial und einen Produktabschluss als Ablaufbereitschaft.
- Gib jeder Ausnahme genau eine nächste Aktion und eine verantwortliche Rolle.
- DeinHans koordiniert die Übergabe; es ersetzt weder Unternehmen noch Buchhaltung, Steuerkanzlei oder befugten Einreicher.
Warum Zuständigkeiten verschwimmen
Kleine Unternehmen sagen oft: „Mein Steuerberater macht die Buchhaltung“, während dort noch Rechnungen, Auszahlungsberichte, Erklärungen oder vollständige Bankdaten fehlen. Umgekehrt kann ein Upload so wirken, als hätte die Software bereits die Steuerbehandlung genehmigt. Beide Aussagen verschleiern die tatsächlichen Arbeitsschritte.
Der Monatsablauf enthält mindestens fünf verschiedene Handlungen:
- Liefern: Was ist passiert, und welcher Nachweis gehört dazu?
- Erklären: Welche Fakten sind aus der Quelle nicht erkennbar?
- Vorbereiten: Wie hängen Quellen, Berechnungen, Fragen und Vorschläge zusammen?
- Prüfen und freigeben: Welche fachliche Behandlung ist richtig?
- Unterschreiben oder einreichen: Wer ist dafür beauftragt und befugt?
Wer alles nur „erledigt“ nennt, versteckt fehlende Arbeit und unzulässige Automatisierung.
Zuständigkeiten nach Monatsobjekt
| Monatsobjekt | Unternehmen | DeinHans | Buchhaltung | Steuerkanzlei |
|---|---|---|---|---|
| Lieferantenrechnung | Liefert Original und erklärt Geschäftszweck | Bereitet Fakten, Geschäftspartner, Zahlungskandidat, Fragen und Vorschlagsmaterial vor | Prüft Vollständigkeit und fordert Nachweise nach | Prüft Kontierung, Steuer, Periode und Freigabe |
| Umsatznachweis | Liefert Rechnung oder Bericht und Umsatzkontext | Verbindet Quelle, offenen Posten und Ausgleich, soweit unterstützt | Prüft Quellenpopulation und Korrekturen | Prüft Entstehung und Steuerbehandlung |
| Plattformauszahlung | Liefert Originalbericht, zugehörige Nachweise und Fakten zu Sonderzeilen | Rekonstruiert erkannte Formate, trennt Bestandteile, prüft Summen, bereitet Bankzuordnung vor | Prüft Quellenabdeckung und offene Komponenten | Prüft Behandlung von Umsatz, Gebühren, Erstattung und Saldo und gibt frei |
| Bankkonto | Bestätigt alle Geschäftskonten und erklärt unbekannte Bewegungen | Übernimmt Daten, bereitet Kandidaten vor, erkennt Ausnahmen, zeigt Bereitschaft je Konto | Stimmt Population ab und verfolgt Lücken | Prüft wesentliche Einordnung und Abschlussauswirkung |
| Buchungsvorschlag | Liefert fehlende wirtschaftliche Fakten | Zeigt ausgeglichenes Prüfmaterial und Gründe | Validiert Fallvollständigkeit | Ändert, genehmigt oder gibt fachlich zurück |
| Monatsübergabe | Bestätigt erwartete Quellen und offene Fakten | Stellt Fälle, Antworten, Zuordnungen und Ausnahmen zusammen | Prüft Paketbereitschaft | Prüft und führt vereinbarte Folgeaktionen aus |
Diese Tabelle ist ein sinnvolles Betriebsmodell, keine universelle rechtliche Aufgabenverteilung. Auftrag, Rechtsform, Sachverhalt und Berufsmandat bestimmen, wer eine bestimmte Erklärung unterschreibt oder einreicht.
Synthetisches Beispiel: Eine Auszahlung blockiert den sonst fertigen Monat
„Westhafen Mobility“ hat gewöhnliche Rechnungen und zwei vollständige Kontoauszüge geliefert. Offen bleibt eine Plattformauszahlung über 8.200,00 €.
Der Bericht enthält zwei Umsatzklassen, Service- und Buchungsgebühren, Erstattung, Chargeback, einbehaltene Reserve und Freigabe einer früheren Reserve. Das Unternehmen hat die Datei hochgeladen, kennt aber den Grund für eine neue Anpassung über 60,00 € nicht.
Was jede Rolle tut
Das Unternehmen liefert und erklärt. Es stellt Originalbericht, Anbieterhinweis, Umsatznachweise und Bankeingang bereit. Es erklärt, dass die Reserve Kundenstreitfälle betrifft, und identifiziert die Mitteilung zur Anpassung. Konto oder Steuerschlüssel wählt es nicht.
DeinHans bereitet vor. Eine erkannte Struktur wird in getrennte Bestandteile zerlegt. Die Kontrollsumme wird mit 8.200,00 € verglichen; die unbekannte Anpassung bleibt als begrenzte Frage sichtbar. Die Freigabe der früheren Reserve bleibt als Saldenbewegung gekennzeichnet und wird nicht als neuer Umsatz kopiert.
Die Buchhaltung prüft. Sie bestätigt Zeitraum, vollständige Berichtslieferung, Gebührennachweis und eindeutige Bankbewegung. Fehlt die Anbieterinformation, fordert sie diese nach.
Die Steuerkanzlei prüft und gibt frei. Sie entscheidet über Umsatzgruppen, Gebühren, Erstattung, Chargeback, Reserve und Anpassung, ändert oder genehmigt die Vorschläge und beurteilt die Abschlussfähigkeit.
Das Ergebnis lautet nicht „KI hat die Auszahlung gebucht“. Es ist ein rekonstruierter Fall, in dem Quellenfakten, Vorbereitung und Fachentscheidung unterscheidbar bleiben.
Wie eine gute Frage an das Unternehmen aussieht
Frage nach beobachtbaren Fakten:
- „Zu welchem Kundenvorgang gehört die Erstattung über 180,00 €?“
- „Gehören beide Bankkonten derselben Gesellschaft?“
- „War die Zahlung über 2.000,00 € Kaution, Umsatz, Darlehen oder Einlage?“
- „Kannst du die Originalrechnung zu dieser Kartenbelastung liefern?“
Lagere keine Fachentscheidung aus:
- „Welches Konto sollen wir nehmen?“
- „Ist das Reverse Charge?“
- „Dürfen wir die Umsatzsteuer abziehen?“
- „Muss das aktiviert werden?“
DeinHans soll die erste Frageart strukturieren und die zweite mit den relevanten Nachweisen an die fachliche Prüfung weiterleiten.
Was das Produkt vorbereitet und wo es endet
DeinHans kann Nachweise ordnen, Quellenkontext erhalten, unterstützte Auszahlungsformate rekonstruieren, Zahlungszuordnungen und Buchungsvorschläge vorbereiten, Antworten halten und Ausnahmen sowie Monatsbereitschaft darstellen. Das reduziert manuelle Rekonstruktion aus E-Mails, Ordnern, Tabellen und Bank-PDFs.
Die Grenzen sind ebenso wichtig:
- Das Produkt erfindet keine fehlenden Nachweise.
- Es garantiert nicht die Erkennung jedes Anbieterformats oder Dokuments.
- Es verwandelt eine Mandantenantwort nicht in eine Steuerentscheidung.
- Es macht aus einem Vorschlag keine Buchung und aus einem Monatsstatus keine Einreichung.
- Es unterschreibt nicht, zertifiziert keine Ordnungsmäßigkeit und übernimmt keine Berufspflicht.
- DATEV-Übertragung, Import, Buchung und Einreichung bleiben eigene befugte Kontrollen.
Monatliche Arbeitsvereinbarung
Unternehmen und Kanzlei sollten vorab festlegen:
- welche Konten, Plattformen, Kassen und Belegkanäle erwartet werden;
- wer welche Quelle bis wann liefert;
- wer fehlende Nachweise verfolgt;
- welche Fragen zum Unternehmen und welche zur Steuerkanzlei gehören;
- wer Vorschläge prüft und freigibt;
- was „prüfbereit“ bedeutet;
- welche Folgeaktionen die Kanzlei beauftragt und befugt ausführt.
Übergabe-Checkliste
- Jede erwartete Quelle hat einen benannten Lieferanten.
- Mandantenfragen verlangen Fakten und erhalten die Antworten.
- Vorbereitete Zuordnungen und Vorschläge bleiben prüfbar.
- Vollständigkeitsprüfung der Buchhaltung ist von Kanzleifreigabe getrennt.
- Wesentliche Ausnahmen haben Verantwortlichen und nächste Aktion.
- Produktbereitschaft wird nicht als fachliche Freigabe oder Einreichung beschrieben.
- Änderungen und Freigaben bleiben mit der Quelle verbunden.
- Der Auftrag regelt, wer unterschreibt oder einreicht.
Klare Rollen schaffen keine zusätzliche Bürokratie. Sie beseitigen die wiederkehrende Frage „Wer hätte das tun sollen?“ und lassen jede Person die Arbeit erledigen, die nur sie verantworten kann.
Quellen
Die Quellen wurden am 21. Juli 2026 geprüft. Dieser Artikel dient der Orientierung und ersetzt keine steuerliche, rechtliche oder buchhalterische Beratung.
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